Bericht von Orson Pratt von 1840 mit dem Titel „Ein interessanter Bericht von einigen bemerkenswerten Visionen“.

 

Mr. Joseph Smith Jun., der folgende bedeutende Entdeckung machte, wurde in der Stadt Sharon, Windsor County, Vermont, am 23. Dezember 1805 geboren. Als er zehn Jahre alt war, zogen seine Eltern mit ihrer Familie nach Palmyra, New York, um, in dessen Umgebung er ungefähr elf Jahre wohnte, im letzteren Abschnitt in der Stadt Manchester. Sein Beruf war die Kultivierung der Erde für einen gewissen Lebensunterhalt, indem er die meiste Zeit beschäftigt war. Seine Möglichkeiten, literarische Kenntnis zu erlangen, war äußerst gering, da seine Ausbildung auf eine schwache Kenntnis beschränkt war, mit zwei oder drei üblichen Fächern der Bildung. Er konnte ohne große Schwierigkeiten lesen und mit sehr unvollkommener Handschrift schreiben, und er hatte ein beschränktes Verständnis von den Grundregeln der Arithmetik. Diese waren seine höchsten und einzigen Fertigkeiten, während ihm die restlichen Fächer, die in allgemeinen Schulen überall in den gesamten Vereinigten Staaten unterrichtet werden, völlig unbekannt waren. Als er irgendwo bei ungefähr vierzehn oder fünfzehn Jahre alt war, begann er ernsthaft über die Notwendigkeit nachzudenken, auf einen künftigen Stand der Existenz vorbereitet zu sein; aber wie und auf welche Weise sollte er sich vorbereiten, war eine der Fragen, die in seinem Kopf noch unentschieden waren. Er erkannte, dass es eine Frage von unendlicher Wichtigkeit war und dass die Erlösung seiner Seele von einem korrekten Verständnis darüber abhing. Er erkannte, wenn er diesen Weg nicht verstünde, dass es unmöglich wäre darauf zu wandeln, außer durch Zufall. Und er dachte, seine Hoffnungen auf ewiges Leben auf den Zufall beruhen zu lassen, wäre mehr als er ertragen könnte. Wenn er zu den religiösen Konfessionen ging, um nach Information zu suchen, zeigte jede von ihnen auf ihre bestimmten Lehrsätze, indem sie sagten: „Dies ist der Weg, wandle auf ihm“, während gleichzeitig die Lehren jeder von ihnen in vielerlei Hinsicht in direktem Widerspruch zur anderen standen. Auch kam in seinen Sinn, dass Gott der Urheber nur einer Lehre wäre und deshalb nur eine Konfession als seine Kirche anerkennen könnte, und dass solch eine Konfession ein Volk sein müsste, das diese eine Lehre (welche auch immer sie sein mag) glaubt und lehrt und auf dieselbe baut. Dann dachte er über die unermessliche Zahl an Lehren nach, die jetzt in der Welt sind, die viele Hunderte von verschiedenen Konfessionen entstehen ließen. Die große Frage, die in seinem Kopf entschieden werden musste, war: Wenn irgendeine dieser Konfessionen die Kirche Christi ist, welche ist es dann? Erst wenn er in Bezug auf diese Frage zufrieden gestellt werden könnte, könnte er zufrieden ruhen. O, den Entscheidungen eines fehlbaren Menschen zu vertrauen und seine Hoffnungen auf dieselben aufzubauen, ohne Gewissheit und eigene Erkenntnis, würde seine bangen Wünsche, die seine Brust durchdrangen, nicht befriedigen. Ohne einen sicheren oder bestimmten Beweis, auf den er bauen könnte, in Bezug auf ein Thema, dass das künftige Wohl seiner Seele betrifft, eine Entscheidung zu treffen, dagegen wehrten sich seine Gefühle. Die einzige Alternative, die ihm zu bleiben schien, war es, die Heilige Schrift zu lesen und sich zu bemühen, ihren Anweisungen zu folgen. Entsprechend begann er die heiligen Seiten der Bibel mit Ernsthaftigkeit zu lesen, an die Dinge glaubend, die er las. Sein Geist stolperte bald über folgende Passage: „Wenn jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte Gott, der allen Menschen freizügig gibt und keine Vorhaltungen macht; und es wird ihm gegeben werden.“ - Jakobus 1:5. Aus dieser Verheißung lernte er, dass es das Vorrecht aller Menschen wäre, Gott um Weisheit zu bitten, mit der sicheren Erwartung freizügig zu empfangen, ohne dass ihm dafür Vorhaltungen gemacht würden. Dies waren für ihn erfreuliche Nachrichten, Nachrichten, die ihm große Freude bereiteten. Es war wie ein Licht, das aus einem dunklen Ort hervorscheint, um ihm den Weg zu weisen, auf dem er gehen sollte. Nun erkannte er, wenn er Gott bitten würde, gäbe es nicht nur eine Möglichkeit, sondern eine Wahrscheinlichkeit, ja mehr, eine Gewissheit, dass er eine Erkenntnis bekommen würde, welche von all den Lehren, die Lehre Christi wäre, und welche von all den Kirchen, die Kirche Christi wäre. Deshalb begab er sich an einen geheimen Ort in einem Wäldchen, nur wenig vom Haus seines Vaters entfernt, und kniete nieder und begann den Herrn anzurufen. Zuerst wurde er ernsthaft von den Mächten der Finsternis versucht, die sich bemühten, ihn zu überwinden, aber er fuhr fort, nach Befreiung zu trachten, bis die Finsternis seinen Geist freigab und er in der Lage war, in der Inbrunst des Geistes und im Glauben zu beten. Und während er so seine Seele ausschüttete und begierig eine Antwort von Gott begehrte, sah er schließlich ein sehr helles und herrliches Licht im Himmel über ihm, das zuerst beträchtlich entfernt zu sein schien. Er betete weiter, während das Licht allmählich auf ihn herabzukommen schien, und während es näher kam, nahm es an Helligkeit und Größe zu, so dass es mit der Zeit die Wipfel der Bäume erreichte, die ganze Wildnis, denn in gewisser Entfernung um ihn herum wurde alles auf herrlichste und strahlendste Weise erleuchtet. Er erwartete zu sehen, dass die Blätter und Zweige der Bäume verzehrt werden würden, sobald das Licht mit ihnen in Kontakt käme, aber als er wahrnahm, dass es nicht diese Wirkung hatte, war er mit der Hoffnung ermutigt, seine Gegenwart ertragen zu können. Es kam weiter langsam herab, bis es auf der Erde ruhte, und er war mittendrin eingehüllt. Als es das erste Mal mit ihm in Berührung kam, erzeugte es ein besonderes Gefühl in seinem ganzen Körper, und sofort war sein Sinn von den natürlichen Dingen, von denen er umgeben war, weggeleitet und er wurde in eine himmlische Vision eingehüllt und sah zwei herrliche Personen, die sich genau einander in Gestalt oder Aussehen ähnelten. Er wurde informiert, dass seine Sünden vergeben wären. Er wurde auch über die Themen informiert, die zuvor seit einiger Zeit seinen Geist beschäftigt hatten, nämlich, dass all die religiösen Konfessionen an unrichtige Lehren glaubten und dass folglich keine von ihnen von Gott anerkannt würde, und er erhielt eine Verheißung, dass die wahre Lehre, die Fülle des Evangeliums, ihm zu einer künftigen Zeit bekannt gemacht werden sollte, wonach sich die Vision zurückzog und seinen Geist in einem Zustand der unbeschreiblichen Ruhe und des Friedens zurückließ.

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Ein Kapitel aus dem berühmten Werk von Jerald und Sandra Tanner "Mormonism - Shadow or Reality?"
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